Taurus
Eine dynamische Komposition aus drei Materialien, entstanden als freie Werkidee im Atelier.
Anfrage zu diesem WerkAuftragskunst
Eine Auftragsarbeit entsteht nicht am Reißbrett allein, sondern im Gespräch zwischen Auftraggeber und Atelier. Dieser Leitfaden beschreibt, wie David Sirbiladze im Atelier Ars Aeterna vom ersten Briefing bis zur Übergabe einer Skulptur vorgeht, welche Entscheidungen unterwegs gemeinsam getroffen werden und worauf sich Auftraggeber einstellen sollten.

Am Anfang steht selten eine fertige Vorstellung, sondern ein Anlass: ein Ort, der eine Skulptur verlangt, ein persönliches Thema, ein Jubiläum oder der Wunsch nach einem bleibenden Werk für Garten, Innenraum oder Unternehmen. Für den Einstieg genügen wenige Angaben – ein Gefühl für den Ort, eine grobe Größenordnung und die Offenheit, den Weg gemeinsam mit dem Atelier zu gehen.
Hilfreich sind bereits in dieser frühen Phase Fotos des vorgesehenen Standorts, ungefähre Maße und ein erster Eindruck davon, ob eher eine figürliche oder eine abstrahierte Formensprache infrage kommt. Wer sich für den zweiten Weg interessiert, findet in der Notiz zu Figur und Abstraktion weiterführende Gedanken.
Briefing
Aus dem ersten Austausch – meist per E-Mail oder in einem Telefonat über die Kontaktseite – entsteht ein Briefing: eine kurze Zusammenfassung von Anlass, Ort, gewünschtem Material, ungefährem Format und Zeitrahmen. Dieses Briefing ist kein starres Lastenheft, sondern eine gemeinsame Arbeitsgrundlage, die im weiteren Verlauf präzisiert wird. Es hilft, Missverständnisse früh auszuräumen, bevor Material bestellt oder ein Entwurf ausgearbeitet wird. Wer eine Auftragsarbeit konkret anstößt, kann dafür die Projektanfrage nutzen und dort bereits erste Eckdaten hinterlegen.

Stein, Holz, Metall oder eine Kombination – die Materialwahl bestimmt Ausdruck, Haltbarkeit und Pflegeaufwand einer Skulptur maßgeblich. Sie hängt eng mit dem geplanten Standort zusammen: eine dauerhaft im Freien stehende Arbeit stellt andere Anforderungen als ein Werk für den Wohnraum. Details zu den Eigenschaften der einzelnen Werkstoffe sind in der Notiz Materialien & Pflege zusammengefasst, Fragen zur Aufstellung in der Notiz Standort & Raumwirkung.
Die Entscheidung fällt selten isoliert: Sie wird gemeinsam mit dem Atelier abgewogen, orientiert an Werken wie Caryatid – einer massiven Steinarbeit – oder an Kombinationen aus Holz und Metall, wie sie etwa bei Queen of the Hearth zum Tragen kommen.
Entwurf
Auf Basis des Briefings entwickelt das Atelier einen Entwurf – je nach Werk als Skizze, Maßstabsmodell oder verbale Beschreibung der geplanten Formensprache. Dieser Entwurf wird mit dem Auftraggeber besprochen, bevor die eigentliche Bearbeitung beginnt. Zentrale Fragen betreffen Proportion, Blickachsen, die Wirkung am vorgesehenen Standort und die Übereinstimmung mit dem ursprünglichen Anlass. Änderungen sind in dieser Phase am einfachsten umzusetzen, da noch kein Material dauerhaft bearbeitet wurde.
Wer den Weg von der Idee zum Werk gehen möchte, beginnt am besten mit einem unverbindlichen Austausch: Ort, Anlass, grobe Vorstellungen genügen für den Anfang. Aus dem Gespräch entsteht Schritt für Schritt das Briefing für Ihre Auftragsskulptur.
Projekt anfragenUmsetzung
Nach der Freigabe des Entwurfs beginnt die eigentliche handwerkliche Arbeit: Stein wird abgetragen, Holz geschnitzt, Metall geformt und gefügt – je nach Werk in mehreren Etappen mit Zwischenständen, die besprochen werden können. Gegen Ende rücken Fragen von Transport, Montage und Aufstellung in den Vordergrund, besonders bei großformatigen oder im Freien aufgestellten Arbeiten. Diese sollten so früh wie möglich mitgedacht werden, damit Sockel, Zuwegung und Tragfähigkeit des Bodens rechtzeitig geklärt sind. Die Übergabe schließt den Auftragsprozess ab, ersetzt aber nicht die laufende Sorgfalt im Umgang mit dem Werk – Hinweise dazu bietet die Notiz zu Pflege der Materialien.
Eine dynamische Komposition aus drei Materialien, entstanden als freie Werkidee im Atelier.
Anfrage zu diesem WerkEine moderne Interpretation der klassischen Karyatide, getragen von Stärke und Anmut.
Anfrage zu diesem WerkStein und Metall im Dialog: eine Arbeit über innere Grenzen und Übergänge.
Anfrage zu diesem WerkHolz und Metall vereint zu einer großformatigen, schützenden Präsenz.
Anfrage zu diesem WerkHäufige Fragen
Das hängt von Material, Größe und Auslastung des Ateliers ab. Nach dem Briefing lässt sich ein grober zeitlicher Rahmen nennen, sobald Umfang und Material feststehen. Realistisch einzuplanen sind Zeit für Entwurf, Materialbeschaffung, Bearbeitung und gegebenenfalls Trocknung oder Aushärtung.
Nein. Es genügt ein Ausgangspunkt – ein Anlass, ein Ort, ein Thema oder ein Gefühl. Die konkrete Form entsteht im Dialog zwischen Auftraggeber und Atelier, oft über Skizzen und Materialproben.
Ja. Zu zentralen Etappen – etwa nach dem Entwurf oder bei wichtigen Bearbeitungsschritten – werden Zwischenstände besprochen, damit Änderungen dort einfließen können, wo sie handwerklich noch sinnvoll umsetzbar sind.
Kleinere Anpassungen lassen sich häufig integrieren, solange die Materialbearbeitung das erlaubt. Grundsätzliche Kurswechsel sollten möglichst früh besprochen werden, da Stein, Holz oder Metall in fortgeschrittenen Bearbeitungsstadien nur begrenzt korrigierbar sind.